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Der Neofeminismus unserer Gesellschaft

Der Neofeminismus unserer Gesellschaft

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Wer verdient nun die Anerkennung?

 

Nicht das es von mir wirklich geplant gewesen wäre, mich wirklich noch einmal persönlich in Wort bzw. Schrift gegen die Talentfreiheit der Welt aufzulehnen, aber als ich letztens mal wieder meinen begrenzten Wissensschatz ein wenig Beute reichen wollte, traten mir Sätze, Formulierungen, ja geradezu Abscheulichkeiten entgegen, die bei mir einfach nur blanke Wut weckten. P.C. ist in meinen Augen nicht nur eine Phrase, nicht nur ein Kürzel, political correctness sollte in meinen Augen für jeden Menschen Programm sein, denn dieser heute so stilisierte Fachbegriff steht für das, was früher einmal Höflichkeit genannt wurde. Achtung voreinander, Respekt. Wenn ein Mann sich um den selben Job wie eine Frau bewirbt ist er selbstsüchtig und egoistisch. Unternimmt eine Frau dasselbe, so gilt sie als zielstrebig und engagiert. Übernimmt ein Mann die handwerkliche Arbeit in einer Beziehung, wird ihm gut und gern Chauvinismus vorgeworfen. Eine Frau gilt in gegensätzlichem Falle als selbstständig und emanzipiert. Wagt ein Mann sich in ehemalige Frauendomäne, als Beispiel in einen Kindergarten, wird ihm schnurstracks perverses Gedankengut angehangen. Frauen bezeichnen Männer als „überholte Auslaufmodelle“. Nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit und stellen Sie sich vor, ein Mann würde sich irgendwohin stellen und eine Frau als „überholtes Auslaufmodell“ beschreiben... Nehmen Sie sich nur einen Moment um die Reaktionen zu vergleichen. Anderes Beispiel: Überall wird nach neuen Männer geschrien, sie müssen intelligent sein, sollen sich um die Kinder kümmern, den Vaterschaftsurlaub antreten, die Karriere hinter die Familie stellen, gepflegt, adrett und sportlich sein. Als Rückschluss wäre zu vermuten, all dies seien Attribute, die dem Großteil der Herrenwelt abgesprochen wird. Eine öffentliche Meinung, die rundweg akzeptiert wird. Stellen Sie sich bitte vor, ein Mann würde einen Artikel verfassen, in welchem er fordert: die neuen Frauen sollten besser kochen lernen, sie sollten sich mehr um den Haushalt kümmern, sie sollten nicht ewig der Karriere nachjagen sondern schon früher an die Familiengründung denken. Chauvinismus in Reinkultur oder? Natürlich wäre noch zu fordern, dass die Frau 24 Stunden am Tag geschminkt, vorzeigbar, wunderhübsch und unterhaltsam wäre. Welche Wellen der Empörung, welch ein Eklat würde das hervorrufen. Und daran wird schon erkennbar, dass auf der einen Seite, nämlich auf der männlichen, fehlende p.c. geradezu gemeingefährlich werden kann, wohin gegen fehlende p.c. von der femininen Seite nicht einmal als solche erkannt wird. Es wird als Gegeben hingenommen, dass die Herrenwelt diskriminiert, verunglimpft, metaphorisch betrachtet ausrangiert wird. Sieht so die angestrebte Gleichberechtigung aus? Ist das die Emanzipation, die immer gefordert wurde? Es geht mir weniger um die katastrophalen Auswirkungen bezüglich der männlichen Kinder und Jugendlichen, die aufgrund des öffentlichen Desinteresses an ihnen als Vorzeigeobjekte für die wundervolle, holde Weiblichkeit still halten dürfen. Die Absolventinnen der Unis, die Abiturientinnen, die Professorinnen, Beamtinnen und Politikerinnen. In den höchsten Tönen gelobt und als Aushängeschild deklariert. Ist es denn nicht irgendwo peinlich, dass überall Statistiken belegen, dass so viele Frauen gesellschaftlich ungemein besser dastehen? Dass diese Erfolgsserie auf einer Schlammschicht aus Hartz-IV-Empfängern, aus ungebildeten Vergessenen, aus Gewalttätigen gebaut ist? Natürlich kann prinzipiell nichts negativ daran sein, dass mehr und mehr Frauen das Abitur absolvieren, das Studium abschließen, promovieren, in die Politik gehen oder in öffentlichen Ämtern eingesetzt werden. Nein, es ist sogar großartig, aber wie kann eine Gesellschaft mit dieser Leistung protzen, wenn sie in keiner Statistik einfach nur den weiblichen Erfolg darstellt, sondern diesem immer das maskuline negative Beispiel gegenüber stellen muss? Nein, auf dieses gesellschaftliche Defizit möchte ich nicht einmal eingehen. Mir geht es grundlegend um eine Stellungnahme zu diesen Feministinnen, die einer Gesellschaft ihre eigene Harmonie erschweren, nur weil sie blind sind, zu ungebildet, zu beschränkt in ihrem Denken scheinbar, um zu erkennen, dass weder Mann noch Frau besser sind. Beide Geschlechter sind unterschiedlich. Die weibliche Stimme unserer Gesellschaft proklamiert die Männerwelt nicht als durchweg chauvinistisch. Die weibliche Stimme unserer Gesellschaft beschwert sich nicht über die Aufstiegsmöglichkeiten im Job, über die schlechtere Bezahlung als ihre männlichen Kollegen, über die ungezählten sozialen Benachteiligungen, die ihnen im Weg liegen, nur weil sie weiblich sind. Warum nicht? Weil all diese Fakten passé sind. Chauvinismus ist eine Einzelerscheinung geworden, die höchstens noch als Stimme, nicht jedoch als Meinung geführt wird. Die himmelschreiende Benachteiligung der Frau, sei es nun sozial oder im Beruf, ist Vergangenheit, statistisch widerlegt. Welche Stimmen sind es also, die all das noch immer forcieren, was schon längst nicht mehr Diskussionsgegenstand ist? Es sind die lautesten Stimmen, die die sich ohne Rücksicht auf Verluste in ihrem Wahn, oder in ihrer Geldgier Gehör verschaffen wollen. Die Neofeministinnen. Die, die nicht erkennen wollen, dass das System und die öffentliche Meinung sich gewandelt haben. Und die, die daran verdienen, dass das System die Männerwelt entprivilegiert. Das ist kein Aufruf, Frauen wieder zurück an den Herd zu stoßen, oder eine männliche Revolution anzufeuern. Letzteres ohnehin nicht, da ich hier Lenins Überzeugung von einer deutschen Revolution teile, doch es geht nicht um besser oder schlechter. Nicht um Benachteiligung und Privilegierung. Es geht um die Erkenntnis, dass Mann und Frau gleich und doch verschieden sind. Dass Männer nun einmal im Durchschnitt körperlich kräftiger gebaut sind. Dass Frauen nun einmal im Durchschnitt mehrere Informationen schneller nacheinander verarbeiten können. Genauso gibt es Frauen, die handwerklich begabter sind, als ihre Ehemänner und Männer, die Multi-Tasking fähiger sind, als ihre jeweiligen Freundinnen. Die Gleichheiten und die Unterschiede machen uns aus. Wenn sie nicht wären, würden wir uns nicht lieben und miteinander leben können. Der Versuch eine Emanzipation zu schaffen, ist bisher gescheitert und hat vor allem in der Gedankenwelt der Frauen viel offene Fragen hinterlassen. Was bedeutet Emanzipation heute noch? Beim Restaurant das eigene Essen zu bezahlen? Die Taschen selbst zu tragen? Das Regal selbst zusammen zimmern? Ordne ich mich unter, wenn ich koche und er schraubt? Ist er der Bessere, bloß weil er besser Auto fährt? Hab ich das sagen, weil ich mit viel Druck bestimmt habe, was wir heute Abend gucken, obwohl es mir nicht einmal wirklich wichtig war? Was ist Emanzipation heute? Das sind Fragen, die jeder von uns aufgreifen sollte und wenn wir Unterschied und Gemeinsamkeit als Teil eines jeden Menschen begreifen, ob Mann oder Frau, dann können wir die Emanzipation angehen, Gleichberechtigung schaffen, nicht Gleichheit. So wie es immer Frauen geben wird, die sich freiweillig für den Dienst an der Waffe melden und immer Männer, die sich mit allem was ihnen einfällt davor drücken werden, so wird es immer Frauen geben, die sich benachteiligt fühlen und genau das, zur Beschwerde für alle Frauen dieser Welt verschreien. Aufgabe derer, die wirklich kritisch denken und vor allem für wirkliche Gleichberechtigung eintreten, unsere Aufgabe ist es, Wahrheit von Fiktion zu unterscheiden. Denn es ist Wahrheit, dass Männer längst entprivilegiert sind, aber in unserer Gesellschaft noch nicht Realität. 

18.10.09 20:09
 
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